Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 26. Oktober 1926 . Mittagszeit
WETTER | wolkenbedeckter Himmel . kaum Wind . 8 °C

Seit dem letzten Plot sind über zwei Monate vergangen. Mittlerweile ist der neue Talausgang erkundet und es wurde festgestellt, dass sich in ihm ausnahmsweise keine neuen Spiegelkristalle befinden. Auch das Rätsel des Schädels ist gelöst und konnte einem unbekannten, sehr hässlichen Raubtier zugeordnet werden, das vor vielen Jahrhunderten im Tal heimisch gewesen sein musste und mittlerweile ausgestorben ist.
Zum selben Zeitpunkt verschwand Leikuna und trotz gründlicher Suche fand niemand mehr ein Lebenszeichen von ihr. Im Spätsommer verließ außerdem Farai das Rudel, um allein auf Wanderschaft zu gehen.
Zurzeit lagert das Rudel auf der Lichtung um die Senke, in der sich die neugefundene Höhle befindet. Dank des vielen Regens steht dort drin mittlerweile knöchelhoch Wasser. Seit kurzem ist es den Welpen erlaubt, sich frei außer Sichtweite von Eltern und Aufpassern zu bewegen, solange sie nah genug bleiben. Bisher hat das gut geklappt. Doch obwohl es zurzeit fast überall im Tal Matschflächen gibt, übt die ehemalige Sumpffläche weiter im Westen noch immer einen irrationalen Reiz auf die Jungtiere aus.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Yasharo seit: 87 Tagen    (abgemeldet)
Hjalmar seit: 24 Tagen    (abgemeldet)
Sirion seit: 7 Tagen

Tears of Destiny » Rollenspiel » 4. Sommer - 1926 » Erwachendes Urgestein
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I'm not here
HOW TO
Disappear
completely

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Monty Sloan - wolfpark.org

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31.07.2006
Die letzten drei Monate sind relativ ereignislos verstrichen. Das Rudel wurde von den vier Welpen auf Trab gehalten, die mittlerweile nur noch selten in ihren Bau zurückkehren – und meistens auch nicht freiwillig.
Für den heutigen Tag haben sich die Eltern dazu entschieden, ihrem Nachwuchs zum ersten Mal eine größere Wanderung zuzumuten, um ihnen mehr vom Revier zu zeigen. Die Quellen wurden umgangen, doch während sie die weite, baumlose Ebene überquerten stellten die Wanderer fest, dass der Untergrund hier trotz Sommerzeit sehr weich und irgendwie ein bisschen matschig ist. Die Elternwölfe beschlossen deshalb mit den Welpen lieber weiter am Fluss entlang und durch den Südwald zu gehen.
Sie sind nun schon eine ganze Weile unterwegs, haben immer mal wieder Pausen eingelegt und sind jetzt am Rande einer großen Lichtung angekommen.


Tag | 3. August 1926 . Beginn der Abenddämmerung
Wetter | sehr trocken über die letzten Tage . wenige Wolken am Himmel . 24 °C
Die Welpen sind 3 Monate alt

That there, that's not me.
I go where I please. I walk through waterfalls, I float down the river.
In a little while, I'll be gone. The moment's already passed, yeah, it's gone.
Glaring lights to swallow shadows, rainfall and blizzards to bury ghosts

I'm not here, this isn't happening

28.04.2016 00:01
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_ SPHINX _
Carved in Stone I want to be
To endure my Destiny
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10.01.2009
Bei jedem Schritt spürte sie ein wenig Schlamm zwischen ihren Zehen quellen, zumindest hier an der Stelle, die sie gerade inspizierte. Hätte es irgendwann am heutigen Tag ordentlich geregnet, hätte sie das nicht weiter verwundert, aber seit Tagen herrschte im Tal nur trockene Hitze. Zwar war es nicht so heiß wie in ihrer Heimat, weshalb Andraki vermutlich noch am Besten von allen Rudelmitgliedern mit den sommerlichen Temperaturen klar kam, aber auch sie hechelte und bevorzugte den Schatten und die kühlende Wirkung des Waldes. Der Boden trocknete normalerweise recht schnell nach jedem Wärmegewitter, aber hier, wo sich der Wald lichtete, hielt sich das Wasser anstatt vollständig zu versickern oder zu verdunsten. Dieses Phänomen beunruhigte die Zimtfarbene jedoch nicht, im Gegenteil: Schlamm war sehr nützlich zur Abkühlung, wenn man sich darin wälzte. Sie fand es lediglich seltsam, denn sie konnte sich nicht daran erinnern, dass dieser Bereich schon letztes Jahr so feucht geblieben war.
Andraki senkte den Kopf und witterte ausgiebig, aber der matschige Boden gab sein Geheimnis nicht so einfach preis. Sie scharrte mit einer Pfote und ihre stumpfen Krallen pflügten mühelos durch die nasse Erde.
Ich bereue nichts
Sagt die Liebe mir
Bin die Sehnsucht, bin das Leid
Bin die große Einsamkeit
Doch ich bringe auch das Glück

Ohne mich, was wär?
Ohne mich, was wär?
29.04.2016 08:58
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31.07.2006
Auch Tearl war an der sumpfigen Stelle geblieben, während die Gruppe um die Welpen die Richtung gewechselt und zu Neenhs Wald aufgebrochen war. Der Requist erinnerte sich nicht daran, dass dieser Teil der großen Ebene schon einmal so … sumpfig gewesen war. Und doch ließ dieser Gedanke irgendetwas in seinem Erinnerungsvermögen klingeln. Der Schwarzmarmorierte konnte es nur noch nicht so ganz greifen. Er warf einen Blick zu Andraki hinüber, die sich ebenfalls dazu entschieden hatte, diese Ungewöhnlichkeit zu inspizieren, obwohl es durchaus möglich war, dass sie nichts Aufschlussreiches oder annähernd Spannendes entdecken würden. Offensichtlich speicherte der Untergrund hier Feuchtigkeit anders, als der Rest der Bergwiesen. Tearl stapfte weiter, auf der Suche nach der Grenze zwischen normalem, trockenem und matschigem Boden. Es wäre vielleicht auch ganz interessant heraus zu finden, wie weit sich dieser Bereich streckte. Er hatte noch vage in Erinnerung, dass Kibas Großvater ihnen einmal erzählt hatte, dass sich das Erscheinungsbild des Tals über die vielen Jahrhunderte, die sie hier schon lebten, sehr gewandelt hatte. Möglicherweise war dies einfach ein Anzeichen dafür, dass in Diëmnar immer alles im Wandel blieb. Nichts, das ihn noch überraschen würde.

That there, that's not me.
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In a little while, I'll be gone. The moment's already passed, yeah, it's gone.
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29.04.2016 15:27
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wolkenlos...
IST FAST WIE FLIEGEN. FREI & OHNE SORGEN.
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Sas R. - dawnthieves.de

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15.09.2015
Ihgitt, ihgitt! Auch wenn Caspar bei nahezu jeder Pause ihre hellen Pfoten von der matschigen Erde versucht hatte zu befreien, waren immer noch genug Überbleibsel auf dem weißen Pelz zu sehen. Mist, sie hätte nicht so nahe an die komische Wiese heran treten, sondern lieber bei den Welpen und Elterntieren bleiben sollen. Das hatte sie nun davon. Angewidert sah sie auf ihre Tatzen herab: so langsam trockneten die dunklen Flecken und sie könnte bald alles abknabbern, ohne den ekligen Geschmack im Fang zu haben.

Ein wenig bedröppelt schüttelte die kleine Elfe den Pelz und blieb am Rande der Lichtung stehen. Nun gut, wenn sie wirklich richtig ehrlich war, gefiel ihr der Spaziergang ja doch: Sie hatte noch nicht viel von dem noch unbekannten Revier entdecken können in den paar Monaten die sie nun hier war. Da kam ihr die Rundtour für die Welpen ganz recht: Sie selbst brauchte auch eine Führung, ein paar Erklärungen und Anleitungen. Ihre eigenen „Da hinten rechts“ oder „da hinter dem Fluss“ Wegbeschreibungen waren bisher ziemlich kläglich gewesen um ihren Mitwölfen neu entdeckte Orte zu zeigen, die diese sowieso schon kannten. Außer Yakez und Aidan. Die kannten genau so wenig wie sie selbst. Zumindest hoffte Caspar, dass die beiden keine Abenteuertour ohne sie unternommen hatten. Kurz ließ sie den Blick über die Wandergruppe schweifen, spitzte die Lauscher, um einen der beiden zu finden: erfolglos. Schade, eigentlich. Zwar hatte Caspar ihren eigenen Wunsch erfüllt und war die letzten Monate ziemlich nahe bei Yaci, ihrem Göttergatten und den kleinen Götterwelpen geblieben, aber manchmal kam es ihr schon so vor, dass die kleine Familie lieber Abstand zu ihr haben wollte. Nicht zuletzt weil ihre Schwester immer noch eisern behauptete, dass sie nicht über Wasser laufen konnte.
Als die beiden ebenfalls-Neulinge nicht in ihrem Blickwinkel auftauchten, reckte Caspar die Schnauze einmal zum wolkenlosen Himmel. Als sie losgezogen waren, war es noch taghell gewesen. Jetzt schien die Sonne langsam Lebewohl zu sagen. Waren die Welpen gar nicht müde? Denen mussten die Pfötchen doch genau so sehr schmerzen wie ihr selbst auch. Gespannt welchen der vier Fellknäule sie danach fragen konnte, drehte sie ihr Köpfchen vom Himmel zum Boden. Nunja, fast zum Boden. So langsam waren die Winzlinge schließlich groß genug um nicht mehr mit Kaninchen verwechselt zu werden!
...bin dem Himmel so nah.
ICH WILL FLIEGEN SO HOCH.
WIE DER VOGEL DEM HIMMEL ENTGEGEN.
ICH WILL FLIEGEN SO HOCH.
LASS' MIR DEN HORIZONT NICHT NEHMEN.

ICH FLIEGE SO HOCH.
UNTER MIR DIE WELT ZERRINNT.
ICH FLIEGE SO HOCH.
GLEICH DEN ENGELN, GESCHWIND.

SIE HABEN MICH ERHÖRT.
ENGELSRUFER


29.04.2016 16:06
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Monty Sloan - wolfpark.org

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04.08.2015
Ein wenig verstimmt schnappte er nach dem Ohr seines Spielkameraden und zog daran. Nicht, dass ihm dieser Ausflug nicht gefiel und es vieles Spannendes zu sehen und zu hören gab, aber seine Neugier war unbefriedigt. Und er war sich sicher, dass es Yasharo, Ayana und seiner Schwester genauso ging. Anfangs war alles perfekt gewesen – ein Ausflug, neue Umgebungen und vier unermüdliche Welpen, die nicht genug davon bekommen konnten, ihre Kräfte auch damit zu nutzen, jeden Weg gefühlt drei Mal auf und ab zu toben. Doch jetzt hatten ein paar von denen, die sich ihnen angeschlossen hatten, etwas gefunden, was sie vier nicht untersuchen durften. Und das fuchste ihn. Natürlich hatte er nicht gefragt, warum sie weiterlaufen mussten, wenn sie doch lieber dort blieben, um mit der nassen Erde zu spielen, aber irgendwie bezweifelte er, dass es eine zufriedenstellende Antwort gegeben hätte. Und außerdem war es Yavinjas Aufgabe, Fragen zu stellen, deren Antworten sie nicht zufrieden stellten.

„Was ist da nur so Spannendes, dass wir nicht hin dürfen!“, flüsterte er seinen Freunden aufgebracht aber leise genug, dass die Erwachsenen nichts hörten zu.

Er hatte sich etwas zurückfallen lassen, aber er wusste, dass man auf sie achtete. Aber irgendwie hatte das jetzt alles an Reiz verloren. Sie hatten ein Verbot! Und dahinter stand bestimmt was viel Spannenderes als das, was sie jetzt noch zu sehen bekommen würden. Er hechelte ein wenig, aber mehr, um die Erwachsenen ein wenig an der Nase herumzuführen und sie nicht hellhörig zu machen, weil sie plötzlich nicht mehr herumtobten. Auch, wenn der Weg zurück zum Matsch bereits recht weit war, er wollte wissen, was dort passierte!

even if the sky is falling

hold my hand and help me stand
01.05.2016 16:49
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I'LL TRY TO PICTURE ME WITHOUT YOU BUT I CAN'T
cause we could be immortals
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09.07.2006
Ursprünglich hatte Aiyán sich für den heutigen Tag als lehrreichen Baby-Begleiter gesehen, der mit der erweiterten Großfamilie durchs Revier marschierte und hier und da ein bisschen Input gab. Wäre bestimmt ganz nett geworden, aber definitiv nicht so gut wie das, was jetzt auf dem Programm stand. Nach einer Weile stumpfem Laufen, das nur vom übermütigen Gerenne der Welpen unterhalten worden war, hatten sie nämlich trotz der knackigen Trockenheit der letzten Tage so eine Art Oase gefunden. Völlig grundlos wurde der Boden plötzlich feucht, das Gras saftig grün und stellenweise glitzerte sogar nasser Erdboden zwischen den Halmen. Es war als hätte es nur an dieser Stelle tagelang geregnet, oder als hätte der Fluss mal einen Abstecher hierher gemacht. Aiyán jedenfalls war begeistert davon. Ihm gefiel die Hitze nicht, die eigentlich noch gar keine Hitze war. Aber einfach grundsätzlich mochte er den ewigen Sonnenschein nicht, der die Luft zum Flimmern brachte, den Boden staubig machte und Grillen dazu motivierte, ihnen allen mit ihrem Gezirpe in den Ohren zu liegen. Außerdem erwärmte sich sein Pelz immer so schnell, sobald er außerhalb des Schattens herumlief, -lag oder -saß, so dass ihm dieser überraschend matschige Boden nun vorkam wie ein kleines Geschenk. Nicht dass er nicht auch im Fluss baden gehen könnte, aber Aiyán war – was das anging – ein bisschen speziell. Er mochte Wasser. Aber er mochte es nur, wenn es so ungefähr pfützentief, schlammig, modderig und stinkig war. Richtig zu baden oder gar zu schwimmen zählte nicht zu seinen Vorlieben.

Man konnte sich also denken, dass er den Plan mit dem Input für die Welpen deren Familien überlassen hatte. Die waren weitergegangen, während er hiergeblieben war, zusammen mit einigen anderen Wölfen, die Matsch auch spannender fanden als einen Revierrundgang. Mittlerweile ließ er sich schon zum dritten Mal über die eigene Schulter nach vorn fallen, drückte sich schwungvoll mit den Hinterbeinen ab und schob und wälzte sich so im Matsch, als gäbe es gerade absolut nichts himmlischeres. Wenn man in seiner Nähe war, konnte man ihn manchmal grunzen hören und ihn möglicherweise für ein tollwütiges Wildschwein halten, das nun gerade wieder aufstand und sich ein paar Grashalme aus dem Pelz schüttelte. Seine matschigen Fellspitzen bekam er so allerdings nicht mehr sauber, was ihn mittlerweile eher braun als schwarz aussehen ließ.
01.05.2016 17:51
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Kati H. - dawnthieves.de

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11.06.2015
Zu schade, dass die zuvor schlammig feuchte Erde in seinem Pelz inzwischen in harten Krusten die einzelnen hellgrauen Strähnen verklebte. Wie gern hätte er jetzt die Gelegenheit genutzt, sich unschuldig neben seine Tante zu gesellen und sich einmal kräftig zu schütteln, um ihr ein paar hübsche, braungrüne Flecken über die Augen zu zaubern. Denn Caspar hatte vorhin, als der Boden immer weicher und morastiger geworden war, alles andere als begeistert über den Modder an ihren Pfoten gewirkt und sah auch jetzt noch nicht wirklich glücklicher darüber aus. Wohingegen er die erste, überschwängliche Freude genutzt, und sich kopfüber in den Schlamm hatte fallen lassen. Bevor ihre Eltern einstimmig beschlossen, ihnen den Spaß zu nehmen und lieber sichereres Terrain aufzusuchen. Pf. Wer brauchte schon sicheren, begehbaren Boden? Er jedenfalls nicht! Dafür hatte er viel zu schnell Gefallen an der schlammigen Konsistenz der Wiese gefunden. Einen Streich für Caspar zu planen, beschäftigte ihn zwar ganz gut, aber wirklich zufrieden stellte ihn die reine Planung nicht. Er brauchte dringend wieder schmadderiges Fell. Vielleicht wenn sie irgendeinen Bachlauf fanden? Er müsste ja nur mal kurz da hinten links im Gebüsch verschwinden und ein Stück die nähere Umgebung erkunden?
Ein paar Zähne rissen Yasharo aus seinen Gedanken, als Finnjar meinte, ihm jetzt aus Langeweile das Ohr abreißen zu müssen. Mit einem genervt gegrummelwufften „Hey!“ drehte er den Kopf zu dem anderen Miniaturrüden und happste halbherzig nach dessen Gesicht. Eher, um ihm den Lauscher zu entziehen, als ihn tatsächlich zu treffen. Doch immerhin lenkte Finni seine Aufmerksamkeit damit auf die leise folgenden Worte, die ebenso unzufrieden klangen, wie der Weltenwind sich fühlte.

Erde, die einem die Pfoten wegfrisst.“,

kommentierte Yasharo also beiläufig, während er mit wildem Ohrenschlackern den Kopf schüttelte, als könnte er damit die Wolfsspucke abstreifen. Er war sich durchaus bewusst, dass die Erde eben keine Pfoten fraß. Aber allein der Gedanke, ein Wolf könnte in dem weichen Boden dort ganz und gar versinken, machte die Sache umso spannender. Ob das ging? Aber irgendeinen Grund musste es ja haben, dass ihre Eltern die vier Jüngsten von dort fern halten wollten.

Wir sollten hin gehen, und Aya mal hinein schubsen, um zu sehen, ob sie unter geht.

Auf Yasharos Lefzen zeigte sich ein dreistes Grinsen, das er unverblümt seiner Schwester schenkte. Von Finnjars Vorsicht angesteckt, hielt jedoch auch er seine Stimme gesenkt.
02.05.2016 10:59
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Kati H. - dawnthieves.de

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28.02.2016
Skeptisch ließ Aidan den Blick über die Ebene schweifen, naja, nun wohl mehr über den Sumpf, durch den die Wölfe staksten wie Störche. Er konnte sich nicht daran erinnern, die Bergwiesen je so nass erlebt zu haben - nicht, als ob das viel bedeuten würde. Er war sich nicht mal sicher, ob er diesen Teil der Bergwiesen je wirklich besucht hatte. Aber der Rest des Rudels hatte sich auch verwundert gezeigt. Im Frühling hätte Aidan sich darüber keine Gedanken gemacht, aber inmitten der trockensten Wochen des Sommers? Es gefiel Aidan nicht. Er drückte auf einen Grasbüschel mit der Pfote nieder und beobachtete, wie dieser tiefer sank und schließlich Wasser hinüberschwappte. Als er die Pfote hob, erklang ein hässliches, schmatzendes Geräusch. Nein, Aidan mochte es nicht, wenn Dinge grundlos anders waren, als sie es sein sollten.

Es war schlimm genug gewesen, sich, neben dem allgemeinen Rudellleben und all den Wölfen, auch an die Hitze wieder zu gewöhnen. Seit seinem Welpenalter hatte er in der kalten Tundra gelebt, in der selbst der wärmste Sommertag nicht zum hecheln bringen konnte. Die angenehme Wärme der Abendstunden, so wie jetzt, konnte er aber sehr gut schätzen. Aus dem Augenwinkel sah er Tearl vorbeiziehen - noch so ein suspektes Subjekt. Der Wolf war viel zu groß - größer als jeder Wolf, der Aidan unter die Schnauze gekommen war, einfach unerhört groß. Außerdem sah er aus wie Kiba und erinnerte Aidan nur erneut daran, wie ihn der fragwürdige Verbleib der ehemaligen Alpha immer noch irritierte. Von der anderen Seite her vernahm er ein Grunzen und versuchte bewusst sich den Anblick des sich im Dreck wälzenden Gleichaltrigen zu ersparen. Leider konnte er doch nicht anders als ihm einen kurzen Seitenblick zuzuwerfen. Der Schwarze sah aus wie alles, aber bestimmt nicht wie ein Wolf, der noch seine Würde wahrte. Aidan wollte nicht daran denken, was für hässliche Klumpen in seinem Fell entstehen würden, wenn der Schlamm erstmal trocknete. Aber das ging ihn ja nichts an, jetzt nicht mehr. Er konnte nicht mal unterscheiden, welchen der beiden Zwillinge er vor sich hatte, obwohl er wusste, dass er früher keine Probleme damit gehabt hatte. Er setzte sich wieder in Bewegung, das nasse Schmatzen in den Ohren, und spürte, wie der Schlamm zwischen seine Ballen drang.


when i wake up i'm afraid
somebody else might take my place

Thought I was safe beneath the smoke
But even under cover I still choke
02.05.2016 20:36
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Jessi S. - Dawnthieves

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03.08.2015
Da waren sie nun. Deutlich größer, alt genug um Verantwortung zu übernehmen. Und trotzdem wurden sie von dem bisschen nasser Erde beinahe weg geschleift. Und das verstimmte die junge Fähe, auch wenn sie trotzdem in guter Gesellschaft war. Wenigstens das hatte man ihnen nicht genommen! Aber vielleicht fanden sie ja etwas viel Besseres als das, was sie hinter sich lassen mussten? Möglich war es doch, auch wenn sie glaubte, dass ihre Eltern sie von allem bösen und gefährlichem und spannendem fern halten würden. Mit diesem Gedanken schüttelte die bunte Fähe kurz den Pelz, in dem stellenweise ein bisschen getrocknete Erde klebte, ehe sie die blauen Augen herum wandte um ihre drei Begleiter zu betrachten.

Aber nicht UNSERE Pfoten.“

Ein leises Schnaufen verließ den Fang der Fähe, deutlich unbegeistert darüber, dass die Erde nicht ihre Pfoten wegfressen würde. Statt dessen konnten sich jetzt die anderen damit beschäftigen. Und sie würden noch mehr Bäume zu sehen bekommen. Bäume und Wiesen und alles, was ungefährlich und dadurch... nicht ganz so spannend war, wenn man es schon tausend Mal gesehen hatte. Aber was blieb ihnen anderes übrig? Yavinja schielte zu ihren Eltern, verdrehte den leicht die Ohren und vergrub kurz die Schnauze im Fell ihres Bruders. Aber wenn sie nirgendwohin durften, wo es spannend war, wieso machten sie es sich nicht selbst spannend? Die Bunte schleckte dem Gleichalten kurz durch das silbrige Fell, ehe sie auf Yasharos Worte wieder den Kopf hob. Einen Moment lang blinzelte sie nur, ehe sich ein verschwörerisches Grinsen auf ihre Lefzen schlich. Damit wich sie von der Seite ihres Bruders, ließ die Rute munter durch die Luft schwingen und war mit zwei weiteren Sätzen an Ayanas Seite. Zuerst schmiegte sie sich kurz an die Seite ihrer Freundin, zupfte ihr am Fell, ehe sie sich auf die Hinterläufe stellte, die Vorderpfoten auf den Rücken der hellen Fähe gehoben.

Dafür brauchen wir keinen Matsch!“

Yavinja warf sich mit ihrem Gewicht gegen die andere Fähe, versuchte sie zu Boden zu drücken, dabei einen schelmischen Ausdruck auf den Zügen.
03.05.2016 08:26
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THEY SAY WE ARE WHAT WE ARE, BUT WE DON'T HAVE TO BE
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Kati H. - dawnthieves.de

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06.12.2006
Saiyán konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal in dieser Ecke des Reviers gewesen war. 'Ecke' traf es nicht so ganz: Die Quellen hatte er mehrmals besucht, der Platz zwischen den Wurfhöhlen war ebenfalls immer gut besucht. Doch die Graslandschaft auf der seine Pfoten gerade eben versanken hatte er schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr betreten. So wie es aussah, hätten es mehrere Jahre sein müssen! Ha, wenn er selbst überhaupt schon so alt wäre. Mit gerümpftem Nasenrücken befreite er seine Tatze aus dem Schlick und senkte das Köpfchen um an der feuchten Erde zu riechen. Nein, er konnte keinen verdächtigen Geruch erkennen. Es roch noch nicht einmal nach Verwesung, auch wenn der Gestank ziemlich gut in das ungewohnte Landschaftsbild gepasst hätte.
Als ein Grunzen hinter ihm ertönte, verdrehte Saiyán die Kobaltspiele und entschied sich ohne Umsehen lieber dazu den anderen Spürnasen vor ihm zu folgen. Aiyán wollte nicht, dass er von ihm abhängig war. Also sollte er auch bloß nicht denken, dass Sai nur wegen ihm hier geblieben sei (Oder überhaupt nur an der Wanderung teilgenommen hatte). Es ging hier schließlich um die Suche nach dem großen unabhängigem Glück, wie ein zweijähriger schwarzer Wolf einmal gesagt hatte. Na, dann würde Sai sein undefinierbares Glück einfach hier im Matsch suchen. Vielleicht wurde er ja von dem Grund gefunden, warum es hier so nass wie nach mehreren Tagen Regen war.

Entschlossen hob Sai den Kopf und wollte gerade den Schritt in Richtung Andraki, Tearl und Nathanael wieder aufnehmen, als ein weiterer Pelz an ihm vorbei lief. Ohne Umschweife schloss er sich Aidan an, den Blick zu Boden gerichtet, als müsse er kontrollieren wo er hintrat.

„So hast du Diemnar wohl nicht mehr in Erinnerung, was?“

Ha, da sollte noch einmal jemand sagen, er könnte keine normalen Gespräche führen. Mit einem Seitenblick zu dem mamoriertem Rüden spitzte er die Lauscher. Sai selbst hatte sich nach seiner 'Abenteuerzeit' kaum mehr an das Rudel oder das Tal erinnert. Er konnte sich selbst heute nur noch schwer das welpische Gesicht von Teyrms Bruder vor Augen rufen. Wusste er bereits, wie seltsam seine Heimat war?

NIEMALS WOLLTE ICH DICH BETRÜGEN.
DOCH MEINE GESCHICHTEN VOM GLÜCK;
sie waren meine größten Lügen.




03.05.2016 10:24
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Cause I'm here and never letting go
Set it all free
I can finally see, it's not just a dream
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12.06.2015
Gelangweilt schweiften die kastanienbraunen Augen über das Land. Es war ja nicht so, dass ihr dieser Ausflug nicht gefiel. Ganz im Gegenteil! Sie fand es toll sich alles anschauen, mal etwas anderes als den Bau sehen zu können. Doch ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellte, als sie nun noch mehr Bäume und Bäume und Bäume sahen.Vorhin, ja vorhin, war es spannend gewesen. Der Matsch, in den sich ihr kindischer Bruder natürlich sofort hatte werfen müssen, versprach Spaß, doch sie hatten ihn auch ebenso schnell hinter sich lassen müssen. Nun schauten sie sich weiter Holz mit Blättern an. Ihr Blick glitt abwesend über die Umgebung, Wenn sie sich genug anstrengte, dann konnte sie kleine, glitzernde, tänzelnde Wesen ausmachen, die sie dazu aufforderten mit ihnen zu spielen. Von dem Gespräch ihrer Freunde bekam sie dadurch erst gar nichts mit. Erst als sie ihren Namen hörte, drehte sie den Kopf zu ihrem Bruder und blinzelte kurz verwirrt. Doch dann verfinsterte sich ihr Blick. Sie musste nicht wissen worum es ging, wenn sie ihn so grinsen sah. Vermutlich hatte er wieder irgendetwas gemeines gesagt und wollte sie nur ärgern. Also streckte sie ihm ganz erwachsen, wie sie ja nun einmal war, die Zunge heraus. Damit war die Sache für sie eigentlich erledigt, doch sie schenkte den anderen drein nun mehr Aufmerksamkeit. Was nur gut war! Denn schon ein paar Sekunden später erschien Yavinja neben ihr. Misstrauisch sah sie ihre Freundin an, als diese auch schon ihre Vorderpfoten auf Ayana stellte. Ein „Uff“ entwich ihr und sie spürte, wie sie durch das Gewicht zu Boden gedrückt wurde. Angestrengt versuchte sie sich auf den Beinen zu halten, doch im nächsten Moment knickten sie weg und sie fiel der Nase lang auf den Boden. Nach oben schielend, knurrte sie ihre Freundin an.

„Das wirst du mir büßen!“

Doch das musste warten. Sie war da sehr geduldig. Und immerhin hatte sie nun herausgefunden, worüber die drei vorher noch gesprochen hatten. Mit einem leisen grinsen sah sie von unten zu ihrem Bruder und diesem fest in die Augen.

„Sag mal, Yasha, du willst doch sicher im Matsch spielen. Findest du nicht, wir sollten einfach zurück gehen?“

In ihren Augen blitzte es herausfordernd auf und ihr Blick glitt weiter zu Finnjar, den sie ebenfalls so musterte. Yavinja schloss sie einfach aus, weil Ayana böse auf sie war. Außerdem konnte sie die Bunte mit Missachtung am besten bestrafen.

Immer die Mutigen*

Doch soweit ich weiß

Sind die mit den guten Geschichten
03.05.2016 10:39
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10.01.2009
Aiyáns vergnügliches Grunzen ließ sie aufsehen. Der schwarze Kibassohn wälzte sich im Schlamm und setzte damit eben jene Gedanken um, die die Zimtfarbene selbst schon gehabt hatte. Sein Anblick ließ sie lächeln, aber sie tat es ihm noch nciht gleich. Dafür war ihr Erkundungsdrang noch zu groß, und sie wollte lieber heraus finden, wie weit sich diese durchnässte Fläche tatsächlich erstreckte und ob es in ihrem Zentrum vielleicht sogar so schlammig wurde, dass man darin einsank.
Andrakis Ohren flippten, als sie sich kurz nach den anderen Wölfen in ihrer Nähe umsah. Saiyán und Aiden schenkte sie nicht viel Beachtung, aber tearl musterte sie dafür einen Moment länger. Der große Rüde wirkte, als würde er etwas suchen oder überprüfen, aber vielleicht schenkte er dem sonderbaren Untergrund auch einfach nur genauso viel sorgfältige Aufmerksamkeit wie sie.

"Ich habe noch nie erlebt, dass Erde trotz anhaltender Wärme so nass bleibt. Nicht hier und nicht anderswo",

fasste sie ihre Gedanken an den Requisten gerichtet zusammen, während sie ein Stückchen parallel zu ihm lief. Sie hielt jedoch wieder inne und wandte sich dann in eine neue Richtung, weiter hinaus auf die matschige Ebene. Aufmerksam und mit einer gewissen Vorsicht, aber auch nicht zögerlich.
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Ohne mich, was wär?
04.05.2016 15:17
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I wanna break out


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Kati H. - dawnthieves.de

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05.06.2013
Der Sommer fühlte sich wundervoll an. Celethya blühte förmlich auf, sog mit erhobenem Haupt und geschlossenen Augen all die Sonnenstrahlen ein, die sie in ihrer Heimat fast täglich genießen durfte. Die letzten Monate waren ohne große Zwischenfälle verstrichen. Sie hatte sich an Toboe, Akira und ein paar andere, nette Gesellen gehalten. Glücklicherweise hielt es niemand für nötig sie nochmal zu belästigen. Davon hatte sie damals ja schon die Schnauze voll gehabt. Doch da auch mit Zurückgezogenheit irgendwann mal Schluss sein sollte, hatte sich die Eiskönigin dazu entschlossen, an diesem Tag ihren Lieblingswolf im Rudel der Tears of Destiny aufzusuchen. Toboe, der ihr doch als Einziger immer wieder ein Lächeln auf die Lefzen zaubern konnte.
Die Entscheidung, zu ihrer Heimat zurückzukehren, wog nach wie vor schwer. Es war Celethya einfach nicht mehr möglich gewesen, ohne viele Worte zu verschwinden - So wie sie es sich als junge Wölfin eigentlich immer vorgestellt hatte. Ihre Reise, ihre Aufgabe, hatte sie tatsächlich ein Ende gefunden?
All diese Gedanken verfolgten die Melierte, als sie gemeinsam mit dem Spaßwolf die Sonnenstrahlen in Daiesh's Wald, nahe bei Thear Mirrow aufsog. Seine blauen Augen funkelten in der Sommersonne besonders hell. Sie beäugte ihn, mit ihrem typisch ausdruckslosen Blick, ehe sie sich wieder mit gereckter Schnauze der Sonne zuwand. Ihre Vorderpfoten ruhten überkreuzt aufeinander, sie hatte sich niedergelassen. So entspannt war sie schon lange nicht mehr gewesen. Und eigentlich, ja, da war es schön, mal wieder Kontakt zu haben.
Sie hatte sich zum Außenseiter des Rudels entwickelt. Das wusste sie. Ein Teil von ihr wollte sich damit partout nicht abfinden, und der andere Teil, der... Ja, der akzeptierte es eben. So wie sie die Tatsache akzeptierte, dass sie sich nicht entscheiden konnte. Zwischen einer Zukunft hier und einer Zukunft Zuhause.
Obwohl sich der Boden für sie ungewohnt feucht anfühlte, hatte Celethya sich ins Gras gelegt und ruhte dort in einer wahrlich königlichen Manier. Ignorieren konnte sie den Untergrund allemal. Was sie allerdings nicht ignorieren konnte?

"Wieso hibbelst du denn so? Leg dich hin, Augen zu, und einfach mal entspannen. Das wirkt Wunder. Vor allem bei Wölfen wie dir."

Den letzten Satz hatte sie, halb zu ihm hinschielend, eher herausfordernd betont. Sie wusste ja, dass die Raufereien mit ihm immer besonders abenteuerlich waren.
Die Neugierde vertrieb früh ihre Sehnsucht nach Stille. Celethya seufzte auf, öffnete ihre Augen und blickte ihn erwartungsvoll an. Was beschäftigte ihn bloß? Vor allem - Wieso musste es das ausgerechnet jetzt tun, wo sie ihn mal für sich haben wollte?
04.05.2016 17:57
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I'LL RAISE MY VOICE LIKE A WEAPON
UNTIL THEY FALL TO THE GROUND
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Yacáru war vielleicht ein klitzekleines bisschen genervt. Sie versuchte es sich nicht anmerken zu lassen, aber hin und wieder entlockten ihr die Welpen doch ein hörbares Seufzen. Die Kleinen hielten sich zwar für unglaublich schlau und undurchschaubar, aber die Weiße war nicht blöd genug, um nicht zu bemerken, dass sie bockig waren, weil sie nicht auf der Matschwiese geblieben waren. Nur deswegen, nur weil sie beschlossen hatten drum herum zu gehen, schienen die Grünschnäbel jetzt der Meinung zu sein, dass alles andere weniger interessant war. Welpenlogik. Eine sehr anstrengende Form von Unsinn. Dabei hatten sie die Welpen nicht etwa drum herum geführt, weil sie glaubten, dass Matsch übermäßig gefährlich war, sondern einfach aus dem Grund, dass sie nun einmal vor hatten zu wandern und ihnen mehr vom Revier zu zeigen – nicht eine Schlammparty zu machen, nach der die Welpen eh zu erschöpft sein würden.
Und weil Yacáru einfach nicht blöd genug war, fiel ihr natürlich auch auf, dass sich die Welpen allesamt zurückfallen ließen. Die Weiße hatte ganz kurz einen Blick nach hinten geworfen, dann wieder nach vorne. Statt sich direkt umzudrehen und zu den Welpen zu gehen, wurde sie schneckenlangsam, damit der Nachwuchs im Gegensatz dazu schneller aufholte. Und dann ging sie rückwärts, um gerade im richtigen Moment neben ihrer Tochter einzuparken.

„Wenn ihr das versucht, beiße ich euch die Pfoten ab. Dann könnt ihr nirgendwo mehr hinlaufen.“,

erklärte sie ganz beiläufig, bevor sie den Kopf zu den nervigen Kindern herum wandte und ihnen ein unschuldiges Lächeln schenkte.

And in my mind, in the faraway here and now, I've become in control somehow and I never lose my temper, because I will be the picture of of discipline, never messing up anything and I'll be a good respectable member. And it's funny how I imagined that I would be that person now, but it does not seem to have happened, maybe I've just forgotten  how  to  see that I am  not exactly the  person that I thought I'd be
Instead I am exactly the person that I want to be
04.05.2016 20:00
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Nathanael

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So langsam erkannte er sich selbst nicht mehr. Er hatte sich soeben wirklich selbst zurechtweisen und zusammenreißen müssen, nicht schon wieder den Welpen hinterher zu dackeln. Die kleinen Quietschbündel hatten es ihm offensichtlich angetan und wenn er konnte hielt er sich ständig in ihrer Nähe auf. Wenn auch manchmal nur, um ihnen einfach aus "sicherer" Entfernung zu zuhören. Sie schafften es bereits hin und wieder, ihm ganz ohne Grimasse ein leichtes Lächeln in das Gesicht zu zaubern. Und alles nur mit ihrer welpischen Art diese Welt an zu nehmen. So anders als ein erwachsener Wolf auch wenn sie diesen natürlich weiter nacheiferten. Viel zu schnell wurden sie immer größer...
Wieder einmal still in sich hinein lächelnd schüttelte er den Kopf.
~Manchmal führst du dich auf, als wärst du die Mutter! Nathanael pass' auf, dass du vor lauter Wunderei nicht den Kopf verlierst!~
Ja, die Kleinen halfen ihm definitiv mit seinen Vorsätzen voran zu kommen. Allerdings zu dem Preis dass er sie eben auch regelmäßig zu vergessen schien. Was nützte es ihm besser in gesellschaftlichem Verhalten zu werden, wenn er sich ohnehin nur bei den Kindern herum tummelte? Das Rudel bestand aus weit mehr Wölfen, mit denen er ebenso klar kommen sollte.
Gesagt getan. Nun stand er hier -wieder mit ernster entschlossener Miene- und betrachtete wie Yacaru den Kleinen androhte, ihre Pfoten ab zu beißen und Caspar wiederum ihre Pfoten auf zurück gebliebene Matschreste inspizierte. Die beiden waren schon irgendwie ein kurioses Geschwisterpaar.
~Verflixt Nathanael du kannst nicht mal deine eigenen Vorsätze einhalten du wolltest doch bei den Anderen bleiben anstatt wieder den Welpen hinterher zu dackeln.~
Jetzt war es allerdings eh zu spät also musste er wohl das beste daraus machen. Caspar, nun in den Himmel schauend, war ihm mittlerweile nicht mehr ganz so fern wie manch anderer im Rudel -sie hatte sich auch recht häufig in der Nähe der Welpen herum getummelt- aber er fühlte sich trotzdem Zufrieden, wenn er sie als Konversationstrainer nutzte. Immerhin war sie doch theoretisch kein kleiner Welpe. Mittlerweile schien sie genug davon zu haben Löcher in die Luft über sich zu starren und wollte wohl den Boden inspizieren. Da sie kein ganz ernster -um nicht zu sagen manchmal nicht ganz ernst zu nehmender- Wolf war, fiel es Nathanael in diesem Fall nicht schwer, seinen Kopf ebenfalls zu senken und sie nun auf dieser Höhe an zu sprechen:

"Na Caspar, hast du dich auch entschlossen heimlich nach einer Schlammpfütze Ausschau zu halten?"

Noch immer bekam er nicht die passende Stimmführung hin (Er übte mittlerweile hin und wieder heimlich, wenn er sich allein fühlte.), also machte er sich in Gesellschaft lieber nicht zum Narren und sprach einfach weiterhin monoton-ernst seine Texte. Da Cas sich nun jedoch schon häufiger mit ihm unterhalten hatte, nahm er einfach an, dass sie mittlerweile wusste, wie sie ihn zu verstehen hatte.
Immerhin mühte er sich noch ein -nicht mal ganz so schlimm einer Grimasse ähnelndes- Lächeln ab.
05.05.2016 09:43
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Dass Yasharo es nicht berauschend fand, dass er ihm am Ohr zog, überging Finnjar in seiner Laune und konterte sein Schnappen lediglich mit einem kurzen, welpenhaft gekräuselten Nasenrücken, der gleich darauf schon wieder vergessen war. Normalerweise wäre es eine Aufforderung zum Spiel gewesen und die beiden jungen Rüden hätten sich direkt wieder darauf gestürzt, ihre Kräfte zu messen und zu stärken. Doch das Loch, in dem sich ihre Laune befand, weil sie jetzt wandern sollten statt im Schlamm zu spielen, war tief genug, um selbst diesen Drang zu unterdrücken und der ganzen Wanderung den Spaß zu rauben. Als der Graue ihm antwortete, presste Finnjar die Ohren noch enger an den Kopf. Erde, die einem die Pfoten wegfraß. Das KLANG doch allein schon spannend und sehenswert! Und die anderen hatten doch auch alle dort bleiben dürfen, wenn sie gewollt hatten! Ein beklagendes Winseln verließ seinen Fang – sehnsüchtig danach, das auch zu sehen und 'untersuchen' zu können. Es untermalte Yavinjas Klage, die ebenso verstimmt war wie die übrigen drei. Er zupfte ihr kurz am Fell, als er ihren Fang spürte, ehe sie beide zu Yasharo aufsahen und schließlich grinsend zu dessen Schwester spähten. Diese schien gerade vollkommen woanders gewesen zu sein – umso einfacher, sie mit einem Angriff zu überraschen, den Yavi auch gleich schon startete und die andere Fähe zu Boden drückte. Finnjars Rute pendelte kurz durch die Luft, als hätte er vergessen, dass er schlecht gelaunt war. Bevor allerdings auch Yasharo und er sich einmischen konnten, warf die Helle etwas ein, was den grauen Rüden dazu brachte, innezuhalten. Seine Ohren drehten sich nachdenklich, während er langsam wieder zu folgen begann.

„Um einfach zu verschwinden, achten die viel zu gut darauf, dass wir keinen Spaß haben.“, zischte er überlegend.

Einer – oder zwei – mussten sie also ablenken oder sowas. Dann konnten zwei verschwinden. Und wenn sie dann nach denen suchten, konnten sich die anderen beiden aus dem Staub machen. Doch kaum war seine flüsternde Stimme verstummt, bemerkte er, dass sich jemand in ihre Gruppe gedrängt hatte, der viel zu groß war für ihre Clique. Wer hätte gedacht, dass es ausgerechnet Yacáru passieren würde, wegen ihrer Größe nicht willkommen zu sein. Unbegeistert verzog er das Gesicht und warf seinem Freund einen vielsagenden Blick zu, ehe er seufzte.

„Dann lass ich mir viel lieber vom Matsch die Pfoten wegfressen. Dann haben wir alle, was wir wollen.“, schlug er vor und suchte abwartend die Zustimmung seiner Freunde. Dann musste Yacáru ihnen die Pfoten nicht abbeißen und sie konnten dahin, wo sie hin wollten!

even if the sky is falling

hold my hand and help me stand
05.05.2016 13:32
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28.02.2016


Aidan zuckte nicht zusammen, obwohl er nicht damit gerechnet hatte, quer von der Seite angequatscht zu werden. Erst drehten sich seine Ohren in die Richtung der Stimme, dann warf er einen Blick auf den Besitzer. Der andere Zwilling. Es war ihm immer noch seltsam bis unangenehm mit den Wölfen zu reden, die er de facto kannte, über die er aber eigentlich überhaupt gar nichts wusste. Der Gedanke, dass sie zumindest ihre frühe Kindheit geteilt hatten schien so irreal, als wäre es bloß eine Lüge, die man ihm erzählte. Aber der Schwarze sah ihn nicht an, ein Umstand, den Aidan nur schlecht deuten konnte. Wohl am ehesten Desinteresse, nein, Beiläufigkeit? Für Aidan war nichts Beiläufiges an der ganzen Sache. In seiner Welt gab es keine beiläufige Konversation. Das wäre unverantwortlich und dumm. Unbedachte Taten machten einen anfällig für Dummheit und Dummheit führte dazu, dass man ausgenutzt wurde. Das führte nur zu umso mehr Schmerz und Leid.

"Die Frage ist eher, an was ich mich noch erinnere."

Er antwortete mit einem kleinen Schnauben am Ende. Es war lange genug her. Die meisten Wölfe würden sich wohl kaum erinnern - erst recht nicht, wenn sie selbst in Gedanken die alten Orte gemieden hatten. Er merkte den Blick des andere kurz auf sich ruhen, blickte aber geradeaus weiter zu dem Rest des durch den Dreck stapfenden Rudels. Ihm fehlte die Fantasie, Gesprächen Masse zu geben. Oder eher - der Elan. Er hätte sich anstrengen können, so wie er sich bei Tésnhi immer angestrengt hatte, aber wozu? Diese Wölfe waren nicht er, würden es nie sein.

"Aber Matsch war nie meine Leidenschaft. Außer wenn es grad Flöhe gab."

Er verzog das Gesicht kurz zu einer kleinen Grimasse. Einen Kommentar zu der womöglichen Verbindung zwischen Flöhen und dem grunzenden Bruder seines Gesprächspartners wollte er sich erstmal sparen, auch wenn es ihm auf der Zunge lag. Sein Mentor hätte es wertschätzen können, aber hier konnte er sich sowas noch lange nicht leisten. Überhaupt, Aidan fragte sich, ob er seine Zunge je wieder so flink tanzen lassen müsste, wie bei ihm. Er vermisste es langsam. Hunde hatten kein Gespür für sowas und die lange Einsamkeit zehrte an seinen Nerven ebenso sehr wie das eingeengte Gefühl, welches ihm dieses Tal gab. Sie waren hier buchstäblich eingekesselt und er sehnte sich nach der großen Weite der Tundra. Anstatt also etwas Dummes zu sagen, entschied er sich, einfach einen kurzen Blick auf Aiyán zu werfen und dann einen weiteren, mit einem Funken Belustigung bestückten Blick Saiyán zu gewähren. Es war immer gut zu testen, wie aufmerksam sein Gegenüber war. Außerdem konnte man Aidan nichts konkretes vorwerfen. Er spürte eine mickrige Blüte des Stolzes in sich aufkeimen - nun ja, er hatte von dem Besten gelernt.


when i wake up i'm afraid
somebody else might take my place

Thought I was safe beneath the smoke
But even under cover I still choke
05.05.2016 22:53
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THEY SAY WE ARE WHAT WE ARE, BUT WE DON'T HAVE TO BE
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06.12.2006
Meinte Saiyán in Aidans Mine Skepsis zu finden? Die Teilnahmslosigkeit des Dunklen wirkte irgendwie befremdlich auf den Zwilling. Er konnte nicht ganz einordnen, ob der Neualte zuvor bereits mit Teyrm all die Beziehungen der 'Jungwölfe' bereits abgeklärt hatte, oder ob Aidan einfach von sich aus sehr distanziert war. Sai selbst sollte beides recht sein: Was passte schließlich besser zu einem seltsamen Untergrund, als ein noch seltsamer Wolf? Daher wichen seine Kobaltspiele bald schon wieder zu den beiden Wölfen vor ihnen, bevor er sachte schmunzeln musste.

„So ist das eben, wenn du ewig lange fort bleibst und aus heiterem Himmel wieder hier auftauchst.“

, raunte er völlig unempathisch. In gewisser Weise sollte gerade er Aidans Distanz verstehen können, allerdings war Sai nicht alleine zurück zum Rudel gekehrt. Ai war bei ihm gewesen, da war es doch sichtlich einfacher gewesen wieder Anschluss – oder eben Nicht-Anschluss – zu finden. Teyrms Bruder musste da wohl oder übel alleine durch.
Als seine Tatze tiefer im Schlamm versank als bisher, zog er sie mit einem unliebsamen Schütteln wieder hervor und unterstrich Aidans Worte dabei mit einem unschönen Matsch-Quietschen – leider auch mit ein paar Spritzern dreckigem Restwasser.

„Vielleicht solltest dus dir dann bequem machen und ein Bad nehmen, bevor du uns die Viehcher von der weiten Welt außerhalb der Gebirgskette auf den Hals hetzt.“

Belustigt schnippte er mit der Schnauze und verbot es sich dabei selbst Aidans indirekten Hieb gegen Ai als Angriff zu sehen.

NIEMALS WOLLTE ICH DICH BETRÜGEN.
DOCH MEINE GESCHICHTEN VOM GLÜCK;
sie waren meine größten Lügen.




06.05.2016 12:41
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20.10.2013

Akira hasste Schlamm. Er fühlte sich schon unter den Pfoten unangenehm an. Richtig eklig wurde er allerdings, wenn man ihn ins Fell bekam. Entweder man leckte ihn ab, hatte dann aber den widerwertigen Geschmack auf der Zunge, oder man wartete eine gefühlte Ewigkeit, bis er endlich trocknete und dann endlich zerbröselte, wobei halbtrockener Schlamm, der noch im Fell hing, aus Akiras Sicht sogar noch störender war als nasser.
Insoweit gefiel es ihr gar nicht, dass der Boden hier so aufgeweicht war. Aber sie wollte unbedingt mit Andraki reden, und die schien den schlammigen Bereich gerade zusammen mit dem riesigen Tearl einer genaueren Inspektion zu unterziehen. Was war daran nur so interessant? Schlamm war Akiras Ansicht nach ebenso langweilig, wie er eklig war.
Als sie jedoch näher kam, hörte sie, wie Andraki bemerkte, dass es ungewöhnlich war, dass der Boden so feucht blieb. Akira nahm das mit Interesse zur Kenntnis, hatte sie bisher mangels Erfahrung doch angenommen, dass es hier im Tal in dieser Jahreszeit wohl immer so feucht wäre. Nun, das ließe ja hoffen, dass es bald wieder trockener werden würde.

Während sie sich langsam näherte, legte sie die Ohren an, zog die Rute ein und nahm eine unterwürfige Haltung an, bevor sie die Alpha ansprach.

"Hallo Andraki!"

Dann wandte sie sich Tearl zu. Dabei stellte sie für einen Moment die Ohren wieder auf und hob sogar die Rute wieder etwas an, um deutlich zu machen, dass die Unterwerfung nicht ihm galt. Zwar hätte sie es widerspruchslos akzeptiert, wenn der riesige Rüde einen höheren Rang beansprucht hätte. Aber solange er das nicht tat, würde sie sich ihm auch nicht von sich aus unterwerfen. Sie lächelte aber freundlich, als sie ihn ansprach:

"Hallo Tearl!"

Insgeheim fand sie den großen grauen Rüden immer noch so faszinierend, wie nach dem Kampf mit dem Bären vor einigen Monaten. Schade nur, dass dieses Interesse anscheinend nicht auf Gegenseitigkeit beruhte.

Dann wandte sie sich wieder Andraki zu, und augenblicklich war die Unterwerfungshaltung wieder da.
Sie zögerte jedoch noch einen Moment. Vielleicht war Andraki ja zu sehr mit dem Schlamm beschäftigt, um sich mit ihr zu unterhalten.
Außerdem wusste Akira nicht recht, wie sie beginnen sollte. Und das Tearl dabei war, machte die Sache nicht gerade einfacher. Aber sie wusste, dass sie sich, wenn sie es jetzt nicht zumindest versuchte, vielleicht nie trauen würde, Andraki anzusprechen.
BUT IN MY DREAMS
I SEE THE ONES I LOST SO LONG AGO
06.05.2016 21:20
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wolkenlos...
IST FAST WIE FLIEGEN. FREI & OHNE SORGEN.
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15.09.2015
Erschrocken zuckte Caspar zusammen, als Nathanael sie aus den Gedanken riss und ihre Suche nach den Welpen unterbrach. Er war zwar schon seit Längerem in ihrem Augenwinkel aufgetaucht, allerdings hatte sie nicht damit gerechnet angesprochen zu werden. Um nicht unhöflich zu sein, hob sie den Blick ein ganzes Stück weit vom Boden nach oben, um ihn mit schräg gelegten Kopf anzusehen. Matschpfützen? Ihr Grüppchen hatte doch erst Mittags – den Engeln sei Dank - die große Matschfläche umkreist? Sichtlich irritiert winkelte die kleine Elfe die Lauscher an und besah sich den weißen Rüden, als verstünde sie seine Worte zuerst nicht.

„Nein. Ich bin ganz schön froh, dass wir die Fläche umgangen sind?“

Mehr Frage als Antwort versuchte sie die nicht verstandene Ironie zu beantworten, ohne Nathanael direkt wieder abzuweisen. Dabei fielen ihr auch endlich die Welpen ins Auge, die weiter hinten mit Yaci im Wald tummelten. Na, da hätte sie wohl lange die Lichtung absuchen können ohne jemanden zu finden! Mit einem Schnauben vereitelte Cas sich und ihre halbherzige Suche kurz selbst, bevor Nathanael wieder ihre ganze Aufmerksamkeit erntete. Nun ein wenig lockerer, die seltsame Begrüßung, auf die sie nicht zu antworten wusste, war vergessen.

„Tun dir die Pfoten nicht langsam auch schon weh?“, wechselte sie das Thema um den Weißen in ihre vorherigen Gedankengänge einzuführen. „Wir sind den ganzen Tag gelaufen und gelaufen. Hoffentlich müssen wir nicht heute noch zurück!“

Ohje, das würde sie nicht schaffen! Vielleicht hätte sie ihre Tatzen lieber verdreckt lassen sollen, anstatt während der letzten Rast wild daran herum zu knabbern.
...bin dem Himmel so nah.
ICH WILL FLIEGEN SO HOCH.
WIE DER VOGEL DEM HIMMEL ENTGEGEN.
ICH WILL FLIEGEN SO HOCH.
LASS' MIR DEN HORIZONT NICHT NEHMEN.

ICH FLIEGE SO HOCH.
UNTER MIR DIE WELT ZERRINNT.
ICH FLIEGE SO HOCH.
GLEICH DEN ENGELN, GESCHWIND.

SIE HABEN MICH ERHÖRT.
ENGELSRUFER


08.05.2016 10:16
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