Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


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Tears of Destiny » Zwischen den Plots » Nebenrollenspiele » Wo Köpfe prallen, fliegen Funken

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Akando & Tyára Telay
11. November 1926 . später Nachmittag
wolkenbedeckter Himmel, wenig Wind, 6 °C
Neeshs Wald - die alte Eiche



Die alte Eiche glich mit ihren zahllosen Verästelungen uns Armen ihrer ausgewachsenen Verzweiflung,die mit jedem Regenschauer, mit jedem Wind und mit jedem Lichtteilchen rauer wurde. Schnaufend ließ sich die Dunkle neben dem dicken Stamm nieder und streckte die Vorderpfoten von sich. Der kühle Wind blies ihre Fellhärchen sanft mit sich mit und rief ihr immer wieder wach, dass sie noch am Leben war. Ein Fakt, den ihre Eltern so sicher nicht mehr teilen konnten, obgleich ihre Mutter nicht tot war. Etwas, das sie sich immer und immer wieder einredete. Sie war nicht tot. Aber sie war auch nicht am Leben. Es war im Grunde das Unerträglichste, was man sich nur vorstellen konnte. Aber niemand vermochte sie zu verstehen, allenfalls Toboe, vielleicht noch Ashlynn ein Stück weit. Niemals aber ihre aufgeblasenen Strotzprotzbrüder, die den Kopf nur in den Wolken trugen und alles Getier zermalmten, das ihnen zwischen die Pfoten kam – auch geschwisterliches Getier. Wie schafften sie es nur, die unnatürliche Abwesenheit ihrer verehrten Mutter so leicht wegzustecken? Sie mussten ein Herz aus Stein haben, so schwer, dass sie jeder Fluss nach unten ziehen und ertrinken lassen würde.
Wie ein bockiger Welpe stierte sie vor sich, die Schnauze dabei wie eine gefährliche Spitze vor sich haltend, die Lefzen zusammen gepresst. Sie versuchte sich vorzustellen, wie es gewesen wäre, wären sie jetzt hier gewesen … Mama, Papa … vor allem aber erstere. Hier bei ihr sich dicht an ihren Pelz schmiegend und ihr das gebend, was sie brauchte, um doch endlich noch erwachsen zu werden.

15.03.2018 17:39
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Er stieß eher zufällig auf Tyára, als er von einem ausgedehnten Streifzug zurückkehrte. Akando war müde, aber zufrieden. Seine Glieder schmerzten angenehm von dem straffen Tempo, das er angeschlagen hatte, und er wollte nun einfach nur zum Rudelplatz zurück und in Ruhe dösen. Die Versuchung war daher groß, einfach weiterzulaufen, als er Tyára zusammengerollt unter der alten Eiche fand. Dennoch gab er sich einen Ruck und ging zu ihr. Nach dem letzten Zusammentreffen hatte er sich vorgenommen, ihr in einem ruhigen Moment nochmal auf den Zahn zu fühlen. Und gerade wirkte sie nicht besonders streitlustig, aber das konnte auch täuschen.

„Alles okay?“

Er musterte sie mit schiefgelegtem Kopf. Bei Tyára wusste man nie, woran man war. Mal war sie biestig und schnippisch, dann wieder todunglücklich. Zunächst hatte er angenommen, dass sich das noch geben würde. Dass sie schon noch ihren Platz finden würde wie auch alle anderen vor ihr, wenn man ihr nur Zeit gab. Aber sie war nun seit fast einem Jahr beim Rudel und fühlte sich noch immer fremd an. Dabei mied er sie nicht, sondern bezog sie ganz normal in den Rudelalltag mitein, suchte umgekehrt aber auch nicht ihre Nähe. Und das schien sie auch gar nicht zu wollen. Tyára zog es weiterhin vor, die Gesellschaft der meisten Wölfe zu meiden und lieber ein selbstgewähltes Außenseiterdasein am Rande des Rudels zu fristen. Es war seltsam. Normalerweise zogen Wölfe wie sie rasch weiter, und dennoch war sie noch hier.

03.01.2019 19:44
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… und als sie gerade so lieblich schmerzhaft an ihre Eltern, vor allem ihre Mutter dachte, kam ausgerechnet er herbei – Akando. Der Quasi-Nachfolger, der ungebetene. Aber nicht emotional, denn emotional hatte er nicht die geringste Bedeutung für sie. Er war ein Fremder, ein Fremdkörper im Rudel. Im Grunde war er der Außenseiter, wenn sie sich als ,das Rudel' definierte, immerhin war sie hier viel früher gewesen als er. Nichtsdestotrotz erschrak sie etwas, fühlte sich ertappt und zuckte sichtbar zusammen, als er seine in ihren Ohren massive Rüdenstimme erhob. Sie stand sofort auf und blieb starr, natürlich trug sie ihr Haupt trotzdem tiefer als er, denn sie war kleiner. Es wäre wohl auch albern gewesen, den Hals noch etwas zu stecken, nur um mit ihm auf einer Augenhöhe zu sein. Er war nun mal der Alpha und sie sah sich nicht in der Rolle als hinterlistige Rebellin, die hier eine Meuterei anstiftete. Doch, so formuliert, sollte es – durch wen auch immer – zu einer kommen, war sie die Letzte, die darum traurig war. Illusionen einer desillusionierten, jungen Wölfin, einer Waisen, der nur noch kaltherzige Brüder (Toboe mal ausgenommen) geblieben waren. Sie sah unsicher nach vorn, mied erst mal seinen direkten Blick. Meinte er die Frage ernst? Sie erinnerte sich gut an ihre letzte Begegnung. Da hatte sie ihn ein wenig lächerlich gemacht, denn sie hatte ihn nicht ernst genommen. Er hatte aber auch das Talent, genau falsch aufzukreuzen. Er wusste einfach nicht, wie man es richtig anstellte, ihm fehlte das Zehenspitzengefühl.

„J-ja?“, entgegnete sie verunsichert.

Ein Blick zu den Seiten ließ sie Gewissheit erlangen, dass sie allein waren. Das konnte gut wie schlecht sein. Wenn er sie jetzt unterwarf und Demut forderte, würde es wenigstens kein anderer mitbekommen. Auf der anderen Seite würde auch niemand für sie einspringen, würde ihr keiner beistehen, wie etwa Ashlynn oder Toboe. Sie schluckte. Wieder einmal spürte sie den Schmerz an ihrem Hals. Sie hatte keine gute Erfahrung gemacht mit Rüden. Der einzige Rüde, für den sie noch immer ihre Pfote ins Feuer gelegt hätte, das war Toboe …
Erwartete er jetzt eine Entschuldigung? Niemals … vielleicht wäre sie objektiv angemessen gewesen, aber die brachte sie eh nicht raus. Sie konnte Akando auch noch immer nicht richtig einschätzen und wusste daher nicht, was er von ihr erwartet hätte. Das „vorbildliche Rudelmitglied“ hätte sich unterworfen und seinen niederen Rang bekundet, aber von der Sorte war sie nicht. Sie hatte auch die Schnauze voll davon, wenn Rüden ihre schmutzigen Pfoten an ihrem Pelz abputzten. Also biss sie die Zähne fest aufeinander und sah starr geradeaus. Sie wirkte, als befürchtete sie jederzeit einen Angriff. Aber so weit würde er nicht gehen. Wobei … wenn er dann als Alpha abgesetzt wurde? Absurde Träume eines kleinen, missverstandenen Mädchens schwebten durch ihren Kopf.

04.01.2019 17:52
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Er runzelte die Stirn ob ihrer seltsamen Reaktion. Er war nun nicht gerade besonders sensibel, aber ihre ängstliche Antwort hätte wohl niemanden überzeugt. Im Gegensatz zu ihr, die sofort aufgestanden war, ließ er sich nun auf die Hinterhand sinken. Hätte man sie nicht gekannt, hätte man sie für ein armes Würstchen und das Mobbingopfer schlechthin halten können, aber er wusste, dass es nicht so war.

„Wovor hast du dann Angst?“

Er wusste es ehrlich nicht. Sie waren hier im Herzen des Reviers, sie war sicher. Außer ihm war nicht mal jemand hier, also konnte sie auch keine unangenehme Begegnung hinter sich haben. Zumindest nicht kürzlich. Es gab sicher einige Wölfe im Rudel, die nichts mit ihr anfangen konnten, aber das allein war noch kein Verbrechen. Immerhin schien sie auch sichtlich darum bemüht, diese seltsame Außenseiterrolle beizubehalten.

08.01.2019 11:47
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Wie er sie ansah! Sie konnte das genau spüren, auch wenn sie nicht direkt zu ihm sah. War irgendwas? Gefiel ihm ihre Fellfärbung nicht? Wusste sie selbst, dass er größer und stärker war, dafür musste er sie nicht so kleinmachend anstarren. Sie wagte aber auch kaum zu ihm zu sehen, sondern beobachtete ihn nur aus den Augenwinkeln. Als er sich hingesetzt hatte, tat sie es ihm mit einiger Verzögerung gleich. Sie versuchte ruhig zu atmen, ruhig zu bleiben, aber das war nicht so einfach. Er war hier so ziemlich der ranghöchste Wolf im Rudel und sie gab sich sicher nicht mehr mit ihm ab, als unbedingt nötig. Was hatte sie denn nun schon wieder verbrochen, hm? Hatte sie einen falschen Weg in ihrem Revier betreten? Hatte sie einen Baum zu lange angeguckt? Sie wollte gar nicht wissen, welche Erwartungen er alle an sie und die anderen stellte. Zum Glück lief es nicht immer, wie ein Akando sich das vorstellte, das wäre ja das ödeste Rudel der Welt gewesen!
Und als dann diese Äußerung von ihm kam, schnellte ihr Blick voller Empörung zu ihm, sodass sie ihn für einen Moment ganz genau ansah, während sie umgehend und ohne zu überlegen zurückwarf.

„Angst?“, diesen Begriff verbat sie sich! „Wieso Angst? Ich habe keine Angst!“ Das wollte sie erst mal klarstellen, bevor er sich eine völlig falsche Tyára ersponn.

Zwar hatte sie bei der Antwort gezwinkert, weil es ihr nicht leicht fiel so ernst und böse auf ihn dreinzublicken, wie es womöglich angebracht gewesen wäre, aber die Botschaft war ja wohl klar. Vielleicht hatte er ja Angst, sie jedenfalls nicht. War das eine Drohung? Wollte er sie fertig machen? Am Ende meinte er das gar nicht so gutväterlich, wie er sich ausdrückte, sondern er gab ihr den unterschwelligen „Rat“, doch besser Angst vor ihm zu haben. Allerdings war sie fürs Erste auch wieder verstummt. Jetzt noch weiter darauf einzugehen, erneut zu betonen, dass sie ganz sicher keine Angst hatte und wie er denn darauf kam etc. pp., würde bei ihm nur einen gegenteiligen Eindruck hinterlassen. Viel zu spät erst registrierte die junge Wölfin, dass sie ihre Rute, ohne es zu merken, ganz fest an sich gedrückt hatte. Erst der leichte Schmerz ihres Körpergewichts machte sie darauf aufmerksam. Doch war sie vorerst nicht im Stande die Rute selbstbewusst von sich zu strecken, wie sie es wohl hätte tun sollen.

„Al…-“verschluckt. „Also?! Was willst du?“, fragte sie und sah ihn wieder nur aus den Augenwinkeln an. Sie konnte es sich doch denken. Er hatte noch eine Rechnung mit ihr offen. Aber wenn er wirklich auf eine Entschuldigung bestand, dann sollte er das schon selbst äußern. Was natürlich nicht zwangsweise bedeutete, dass er sie bekam.

08.01.2019 18:06
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Abermals fiel es ihm schwer, ihre Reaktion einzuordnen. So vehement und abweisend sie sich auch verbal geben mochte, ihr Körper sprach eine andere Sprache und verriet sie prompt. Sie erinnerte ihn entfernt an Farai, wie sie mit ängstlich eingezogener Rute vor ihm kauerte. Nur dass Farai natürlich nicht annähernd so widersprüchlich gewesen war. Schon gar nicht schnippisch oder biestig. Nein, bei Farai hatte man immer gewusst, woran man war. Auf ihre Frage hin zuckte er daher lediglich die Achseln. Was sollte er schon von ihr wollen? Er hatte keine Lust mehr auf diesen Bullshit und die ständigen passiv-aggressiven Spitzen, ohne dass sie dabei je Tacheles redete. Tja, was wollte er also?

„Ein wenig Offenheit wäre für den Anfang nicht schlecht. Was ist los mit dir?“

Er klang nicht feindselig oder vorwurfsvoll, sondern ehrlich interessiert und dabei auch ein wenig ratlos. Er konnte sich diese latente Feindseligkeit einfach nicht erklären. Sie ging ihm aus dem Weg und er hatte ihr Zeit geben wollen, hatte darauf gewartet, dass sie von selbst auftaute. Aber inzwischen war ungeheuer viel Zeit verstrichen und nichts hatte sich geändert. Dieses Mal würde er allerdings nicht so schnell aufgeben.

23.06.2019 20:28
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