Spielleitung
Helfer
Rüden
14
Fähen
11
Gesamt
25


GRÜNDUNG:    23. Juli 2005
TAG | 26. Oktober 1926 . Mittagszeit
WETTER | wolkenbedeckter Himmel . kaum Wind . 8 °C

Seit dem letzten Plot sind über zwei Monate vergangen. Mittlerweile ist der neue Talausgang erkundet und es wurde festgestellt, dass sich in ihm ausnahmsweise keine neuen Spiegelkristalle befinden. Auch das Rätsel des Schädels ist gelöst und konnte einem unbekannten, sehr hässlichen Raubtier zugeordnet werden, das vor vielen Jahrhunderten im Tal heimisch gewesen sein musste und mittlerweile ausgestorben ist.
Zum selben Zeitpunkt verschwand Leikuna und trotz gründlicher Suche fand niemand mehr ein Lebenszeichen von ihr. Im Spätsommer verließ außerdem Farai das Rudel, um allein auf Wanderschaft zu gehen.
Zurzeit lagert das Rudel auf der Lichtung um die Senke, in der sich die neugefundene Höhle befindet. Dank des vielen Regens steht dort drin mittlerweile knöchelhoch Wasser. Seit kurzem ist es den Welpen erlaubt, sich frei außer Sichtweite von Eltern und Aufpassern zu bewegen, solange sie nah genug bleiben. Bisher hat das gut geklappt. Doch obwohl es zurzeit fast überall im Tal Matschflächen gibt, übt die ehemalige Sumpffläche weiter im Westen noch immer einen irrationalen Reiz auf die Jungtiere aus.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Yavinja seit: 47 Tagen
Aiyán Tendes seit: 38 Tagen
Caspar seit: 24 Tagen


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Hjalmar

• • • •
The words unspoken

What was before, we see once more
• • • v • • •
Neo 7 Jahre Rüde 90 cm
DABEI SEIT
29.08.2017
Charakterbogen BEITRÄGE
3
BILDNACHWEIS
Bine G. - dawnthieves.de

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Hjalmar erschien es, als wäre er nicht gerade zur rechten Zeit am rechten Ort. Nun er hätte damit ja überhaupt nicht rechnen können... oder doch? Er war sich nicht sicher wie er nun mit dieser Situation umzugehen hat. Eine Rarität. Der Alte versuchte sich mit Mühe ein Bild von den zwei Wölfen vor ihm zu machen. Ein Rüde und eine Fähe, vielleicht befreundet, nicht mehr als das. Seine abgelenkten und musternden Blicke schweiften ab und fingen sich wieder in den Augen seiner Gesprächspartner. Der Rüde setzte sein verdutztes Lächeln ab, es schien ihnen sehr viel ernster als Hjalmar. Etwas spät bemerkte der Alte das sich im Hintergrund eine helle Silhouette auftat. Noch ein Rudelmitglied hatte sich dazugesellt, mit einer sicheren Distanz allerdings nah genug um einzugreifen, sollte etwas schief gehen. Doch diese Bereitschaft schien ihm persönlich nicht wirklich von Nöten. Hjalmar senkte seinen Blick wieder zu den Mitgliedern unmittelbar vor ihm.

"Ich bin ein einfacher Wanderer, ich habe keine bösen Absichten. Wenn es erforderlich ist, dann werde ich euch zu eurem Alpha folgen, ich bin euch in der Zahl sowieso unterlegen", sprach er ruhig. "Bitte habt ein wenig Nachsicht, ich hatte eine lange Reise hinter mir. Ich bin nicht hier um Wut oder Empören zu schüren".

Hjalmar wurde etwas selbstbewusster, das Gefühl den Augenblick wieder im Griff zu haben überkam dem Braunen. Er hoffte, dass seine beschwichtigenden Worte auch den genannten Effekt hatten - denn jeder konnte behaupten er wäre nur ein Wanderer. Aber ER war tatsächlich einer. Nie hat er je einer Fliege etwas zur Leide getan, nicht so wie er es immer in seinen abenteuerlichen Geschichten erzählen würde, aber es muss doch spannend bleiben! Der schwarze Wolf vor ihm wirkte besorgt, er vernahm ein hektisches Heulen. Irgendwas schien bei diesem Rudel nicht zu stimmen. Hjalmar's Gesichtsausdruck verfiel in die selbe Stimmung wie die des jungen Rüden.

"Ich heiße Hjalmar, wenn ihr Hilfe benötigt...?", er versuchte alle möglichen Deutungen darauf zu machen, das er wirklich nichts Böses im Schilde hatte.

▪ ▪ ▪ ▪
《 For home a song that echoes on 》




And all who find us will know the tune
▪ ▪ ▪ v ▪ ▪ ▪

30.01.2018 00:35

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Andraki

_ SPHINX _
Carved in Stone I want to be
To endure my Destiny
Alpha 5 Jahre Fähe 84 cm
DABEI SEIT
10.01.2009
Charakterbogen BEITRÄGE
172
BILDNACHWEIS
Monty Sloan - wolfpark.org

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Ihr Herz schlug höher, und Andraki musste sich zusammen reißen Caspars halbherzigen Einwand nich völlig zu ignorieren.

"Das war ja auch keine gewöhnliche Schlange",

erwiderte sie mit einem nachsichtigen Lächeln an die Weiße gerichtet, bevor ihr Blick zu Tearl zurück kehrte. Am liebsten hätte sie ihn mit Fragen bestürmt, wieviel er von der Geschichte wusste und woher genau, aber da gab er auch schon von selbst Antwort auf einige ihrer ungestellten Fragen. Und es gab keinen Zweifel, dass sie von derselben Geschichte sprachen! Die Zimtfarbene hätte ihre Freude darüber kaum in Worte fassen können, aber wahrscheinlich war sie ihr ins Gesicht geschrieben. Sie nickte eifrig, jedes seiner Worte bestätigend.

"Junkari hat sie überlistet, richtig!"

Für einen kurzen Moment zögerte sie noch die Geschichte zum Besten zu geben, aber sowohl Caspar als auch Tearl schienen sie erwartungsvoll anzusehen, und Andraki bekam so selten die Gelegenheit eine ihrer geliebten Heimatgeschichten zu erzählen, dass sie sich nicht zweimal bitten ließ.

"Als Junkari beschloss die Wolkenschlange zu töten, hatte sie sich schon seit zwei Regenzeiten fett gefressen, musst du wissen. Kein einziger Regentropfen war in zwei Jahren gefallen, und das Land war staubtrocken. Die Herden waren längst fortgezogen und kamen nicht wieder, und alle Wölfe litten Hungersnot. Erst starben die Ältesten, dann die Jüngsten, und Welpen wurden nicht mehr geboren. Selbst die Ahnen waren machtlos, denn die Himmelsschlange war längst zu fett und zu gewaltig geworden. Da trat Junkari, der älteste Sohn der Alphas, auf eine Anhöhe und sprach zu der Wolkenschlange. Er bewunderte ihren mächtigen Leib und schmeichelte ihr, wie allgewaltig sie doch sei, gleich einem Gott, denn die Ahnen selbst fürchteten sie und sie allein war Herr über Leben und Tod. Und er fuhr fort, wie schade es doch sei, dass sie nie zu einem wirklichen Gott werden könne. Die Wolkenschlange hatte ihm wohlwollend zugehört, aber nun grollte sie donnernd und verlangte zu wissen, was er damit meinte, sie wäre kein Gott. Junkari erklärte ihr, dass sie, um ein echter Gott zu werden, alles Wasser zu sich nehmen müsse - die Seen und Flüsse wären ihr entkommen, denn sie hätten sich in der Erde versteckt, aber er wüsste, wo dieses Wasser zu finden sei. Die Wolkenschlange spie Blitze und verlangte, dass er sie sofort zu diesem Wasser führen sollte, oder sie würde ihn und seine ganze Sippe auf der Stelle verschlingen. Junkari gab sich ängstlich und stimmte sofort zu, und er führte sie zu einem Flussbett, dem sie beide folgten, bis sie zu den fernen Bergen kamen. Er zeigte ihr eine kleine Felsspalte, durch die nicht einmal ein Welpe gepasst hätte und meinte, dass dies der Eingang zum Versteck des Erdwassers sei, aber leider wäre sie wohl zu groß, um hindurch zu passen. Die Wolkenschlange fauchte daraufhin, dass sie fast ein Gott sei und sie ihm beweisen werden, dass sie hundurch passe. Aber so schmal sie sich auch machte, nicht einmal ihr Kopf passte durch die Ritze. Junkari riet ihr daraufhin, dass sie die Berge doch zerschmettern sollte, gewiss wäre ihr das möglich. Die Wolkenschlange war indes so zornig, dass sie die Berge gleich beim ersten Schlag zerschmettern wollte. Und so bäumte sie sich auf, nahm alle Kraft zusammen und schlug gegen den Fels. Doch anstatt des Gesteins zerbarst die Schlange selbst in unzählbare Tropfen, die sogleich dass Flussbett füllten und als Wolken in den Himmel aufstiegen. Und schon kurz darauf begann es endlich wieder zu regnen, dank der List Junkaris."

Sie erinnerte sich noch genau, wie sie die Geschichte Kiba erzählt hatte, und sie nun Tearl zu erzählen, hatte ein bisschen was von einem Déjà-vu. Sicherlich auch, weil sie bewusst möglichst dieselben Worte benutzte, wie sie sie schon als Welpe immer wieder gehört und dadurch auswendig gelernt hatte.
Ein leises Schnaufen hinter ihr ließ sie den Kopf umwenden. Sie hatte gar nicht mitbekommen, dass Tyára sich ihrer kleinen Gruppe genähert hatte, ohne sich aber direkt zu ihnen zu gesellen. Stattdessen hatte sie sich in einigen Metern Abstand gesetzt und ihnen offenbar gelauscht, dabei eine Miene wie drei Tage Regenwetter ziehend. Das Lächeln der Zimtfarbenen verblasste angesichts dessen ein wenig, blieb jedoch bestehen. Andraki trat einen halben Schritt zur Seite, dadurch ihren kleinen Kreis für die jüngere Fähe einladend öffnend, und ließ ihre Rute zur Begrüßung leicht pendeln.


Ich bereue nichts
Sagt die Liebe mir
Bin die Sehnsucht, bin das Leid
Bin die große Einsamkeit
Doch ich bringe auch das Glück

Ohne mich, was wär?
Ohne mich, was wär?


30.01.2018 09:16

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Ayana

Cause I'm here and never letting go
Set it all free
I can finally see, it's not just a dream
Welpe 6 Monate Fähe 58 cm
DABEI SEIT
12.06.2015
Charakterbogen BEITRÄGE
21
BILDNACHWEIS
Monty Sloan - wolfpark.org

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Ihr war nicht entgangen, dass ihre Mutter etwas ärgerlich war. Sie wurde in dem Moment wieder ganz Welpe - schützbedürfig die Nähe Yacárus suchen, winseln und um Aufmerksamkeit bitten. Dabei war sie doch schon sooo groß...aber es war gerade alles zu verrückt. Sie verstand gerade gar nichts. Was war in dem Tümpel gewesen? Würde es erneut kommen? Oder bildeten sich ihr Bruder und Fast-Bruder etwas ein um alle zu verwirren?
Als Yasharo nun seine Sicht der Dinge erzählte schnippte Ayana mit den Ohren. Sie war sich sicher, dass die jüngsten Ereignisse nicht einfach so passiert waren! Es war nicht nur ein Ast, es war etwas...ja, gruselig-surreales!

Die gefasste Art ihres Vaters beruhigte Ayana, als er mit seinem Fang durch ihr Fell strich. Sie ließ sich gedanklich fallen und ihre Angst schwand.
Jetzt war nur die Frage, ob die Erwachsenen, allen voran natürlich Mutter und Vater, den drei Jungen glauben würden? Ayana befürchtete, dass man es für einen blöden Scherz hielt. Wie konnte sie die anderen Wölfe überzeugen? Sollte sie erneut in den Tümpel gehen und nach dem schwarzen Ding suchen? Ihr graute es davor nur in die Nähe des Teiches zu gehen.

"Genau, Yasharo hat recht! Da war ein schwarzes, komisches Ding! Wirklich!"

Unterstützte sie dann schlussendlich ihren Bruder. Sie trottete auf ihn und Finn zu und blickte über ihre Schulter zum Tümpel.

Was auch immer da war....


When your day is long and the night, the night is yours alone. When you're sure you've had enough of this life. Well hang on - Don't let yourself go 'cause, everybody cries and everybody hurts sometimes. Sometimes everything is wrong. now it's time to sing along. When your day is night alone if you feel like letting go. you think you've had too much of this life. Well, hang on -----


03.02.2018 17:41

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Jeanne

             P a r a d i s e
Every Time she closed her Eyes
Delta 6 Jahre Fähe 89 cm
DABEI SEIT
27.07.2005
Charakterbogen BEITRÄGE
289
BILDNACHWEIS
Konrad Wothe - konrad-wothe.de

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When my time comes
Forget the wrong that I've done
Help me leave behind some
Reasons to be missed
And don't resent me
And when you're feeling empty
Keep me in your memory
Leave out all the rest


. Jeannes Ohren zuckten aufmerksam durch die Luft, abwartend. Auf den Lefzen der hellen Fähe lag noch immer ein munteres Lächeln, das auch nicht von dem Kribbeln in ihren Pfoten gemildert wurde. Der dunkle Blick wanderte nur kurz zu ihren Vorderläufen, als ob sie dort etwas erkennen würde, was dieses Gefühl auslöste. Vermutlich hatte sie einfach nur zu lang gelegen. Sie verschwendete keinen weiteren Gedanken daran, richtete sich wieder an Sirion der nun neben ihr auftauchte. Sie erwiderte seine sachte Geste, lachte dann leise.

So erkennt mich doch jede Beute, solange kein Schnee liegt.“

Ein leises Schnaufen folgte, während Sirion wieder nach vorn blickte und ihre eigenen Augen noch einen Moment auf dem bunten ruhten. Erst einige Herzschläge später richtete sich auch ihr Kopf wieder nach vorn, lief so nah es ging an Sirions Seite. Es war ungewohnt ohne die beiden Welpen, auch wenn sie fast erwartete, dass sie gleich aus irgendeinem Gebüsch springen würden. So lang genoss sie einfach die Zweisamkeit mit dem Rüden an ihrer Seite, überlegte einen Moment, als er eine berechtigte Frage stellte. Hatte sie ein genaues Ziel? Nicht wirklich.

Nun... wenn wir schon die Jagdtechnik unseres Sohnes nachmachen – wieso dann nicht auch einfach wie er das erstbeste Schlammloch nehmen, das wir finden?“

Die helle Fähe schüttelte kurz den Pelz, konnte bei dem Bild ihrer Kinder, die sich glücklich im Schlamm wälzten, das Grinsen jedoch nicht verkneifen. Vielleicht fanden sie die beiden ja, wenn sie ein Loch gefunden hatten? Und damit ließ sie den dunklen Blick schweifen, suchte die Umgebung ab. Sie kamen an einigen Pfützen vorbei, aber das Kribbeln in Jeannes Pfoten brachte sie zum weiter laufen, erfüllte sie nun doch mit einer inneren Unruhe, die ihre gute Laune jedoch nicht trübte.
Es dauerte nur wenige weitere Schritte, bis Jeanne ein triumphierendes Brummen von sich gab, Sirion mit der Nase in die Seite stubste und einen Satz nach vorn machte. Schon im nächsten Moment war die Weiße los gesprungen, direkt auf eine ziemlich große Pfütze zu, die nur wenige Wolfslängen entfernt lag.

Na... los!“

Eine kurze, beinahe atemlose Pause lag zwischen Jeannes Worten, denen ein schwerer Atemzug folgte. Das Kribbeln aus ihren Pfoten zog sich nun durch ihre Läufe, ließ sie schwer werden. Und von dort zog sich die Schwere mit einem Mal durch ihren ganzen Körper, jede Bewegung kostete die Weiße unendlich viel Kraft. Sie schaffte einen weiteren Sprung, einen kleinen Satz, ehe ihre Pfoten sie nicht mehr halten konnten. In ihrer Brust schien etwas zu zerreißen – ohne dass sie wirklich Schmerz spürte. Nur eine taube Müdigkeit durchzog sie, die sie den Halt verlieren ließ und alles in eine trübe Dunkelhaut tauchte. Automatisch setzte Jeanne eine weitere Pfote nach vorn, konnte sich aber nicht mehr aufrecht halten.
Sie wankte, erlag der plötzlichen Schwäche, die ihr alle Sinne nahm. Nur der vertraute Geruch ihres Gefährten lag noch in der Luft, schien alles andere zu übertönen, umhüllte und schützte sie. Und war da auch seine Stimme? Sie wusste es nicht, konnte Nichts außer der Dunkelheit erkennen, die jeden Schmerz und jede Angst betäubte. Jeanne fiel, und auch als sie auf den weichen Waldboden aufschlug, wurde ihr Fall nicht gestoppt, es hörte nicht auf. Wieder glaubte sie Sirions Stimme zu hören, ihn bei sich zu spüren. Es war ein warmes Gefühl, welches die Kälte aus ihren Gliedern trieb. Es entspannte sie, nahm ihr die letzte Angst. Nicht einmal der Herzschlag, der so laut und doch beinahe verklungen war, fürchtete sie noch. Sie sah ihre Welpen vor sich, ihren Gefährten, jeden Wolf des Rudels. Sogar Shanaros Nähe konnte sie spüren, genau wie Shaiya. Sie waren bei ihr auf diesem Weg, auch wenn sie selbst noch genug Zeit hatten. Nur ihre war in diesem Moment abgelaufen, sie musste ihn allein gehen und würde am Ende auf sie warten. Bis ihre Herzschläge verklungen waren. Es waren nur zwei unendlich leise Schläge, die ihr eigenes Herz noch vollbringen konnte, ehe es still wurde. Still um den leblosen, weißen Körper, und vor allem in ihrem Inneren. Sie hatte ihren größten Wunsch erfüllt... sie hatte alles erreicht, was sie wollte. Jeannes letzter Gedanke war der an ihre Familie, an Sirion, Finnjar und Yavinja. Irgendwann würden sie wieder glücklich vereint sein. Zusammen in die Ewigkeit.
Wenn ihre Zeit gekommen war.


14.02.2018 15:13

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Akando

fireproof
No matter how you try
You can't burn me
Alpha 3 Jahre Rüde 94 cm
DABEI SEIT
24.06.2010
Charakterbogen BEITRÄGE
146
BILDNACHWEIS
Sas R. - dawnthieves.de

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Obwohl sich alle Welpen ausnahmsweise absolut einig waren, was selten genug vorkam, wurde er aus ihren Erzählungen nicht wirklich schlau. Dass ihnen allesamt noch der Schreck in den Knochen steckte und sie zugunsten einer möglichst ‚irren‘ Story vermutlich auch massivst übertrieben, machte die Sache nicht leichter.

„Ein komisches, schwarzes Ding“, wiederholte er und wechselte dabei einen vielsagenden Blick mit Yacáru.

Sie hatten vorher nicht zufällig ein paar Pilze gefressen? Er wollte sie ernst nehmen, wirklich, aber auf der anderen Seite pumpte ihm selbst noch das Adrenalin durch die Adern. Die Angst um die Knirpse, die scheinbar nur ein unfreiwilliges Schlammbad genommen und dabei trotz aller Warnungen im Morast stecken geblieben waren und sich fast ersäuft hätten, machte sich nun durch mangelnde Geduld angesichts der haarsträubenden Schilderungen bemerkbar.

„Ein bisschen mehr Details, bitte. Wie groß war es? Welche Form?“

Spontan tippte er eher auf ‚winziges, schwarzes Ding‘, nämlich einen dieser ekligen Saugwürmer, die sich an weniger befellte Haut wie beispielweise im Schritt hefteten und dort das Blut ihrer Opfer abzapften. Das war zwar unangenehm und nervig, aber nicht lebensbedrohlich. Da war der Ast, an dem Yasharo hängen geblieben war, schon deutlich gefährlicher. Sollt sich seine Vermutung bestätigen, könnte er ihnen das seinetwegen gleich an Ort und Stelle demonstrieren. Er bezweifelte allerdings, dass seine Gefährtin von dieser Idee sonderlich angetan wäre. Sie würde die müden, schlammverschmierten Welpen stattdessen einfach so schnell wie möglich nach Hause bringen wollen.


17.02.2018 19:04

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Akira

Wanderer 4 Jahre Fähe 66 cm
DABEI SEIT
19.10.2013
Charakterbogen BEITRÄGE
80
BILDNACHWEIS
Kati H. - dawnthieves.de

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Akira hatte sich ganz auf den Neuankömmling konzentriert, sodass sie erst bemerkte, dass sich Kaei genähert hatte, als dieser sie ansprach. Ausgerechnet Kaei! Sicher, wenn der Eindringling sich als Gefahr erweisen sollte, wäre der weiße Rüde gerade recht gekommen, denn er würde sicherlich keine Probleme haben, den Neuen notfalls gewaltsam wieder aus dem Revier zu vertreiben, auch wenn Akira sich das mit Aidans Unterstützung durchaus auch selbst zugetraut hätte. Aber falls der Fremde harmlos war, war Kaei nicht unbedingt die Idealbesetzung, um ihn im Rudel willkommen zu heißen. Akira erinnerte sich noch zu gut daran, wie sie das bei ihrer Ankunft im Rudel selbst erlebt hatte. Doch andererseits hatte, wer sich heimlich in ein fremdes Revier einschlicht, es vielleicht auch nicht besser verdient. Daher antwortete sie auf Kaeis Frage lediglich knapp:

"Hier ist ein Eindringling. Wir hatten gerade beschlossen, ihn zu den Alphas zu bringen."

Sie wandte sich nun wieder eben jenem Eindringling zu, der nun beteuerte, harmlos zu sein. Und wo sie nun eh schon etwas zu Kaei gesagt hatte, konnte sie genauso gut weiter mit dem Neuling sprechen, statt weiterhin zu schweigen.

"Warum hast du dich dann heimlich angeschlichen? Was hättest du getan, wenn wir dich nicht entdeckt hätten?"

Skeptisch musterte sie den Neuen, der sich jetzt als Hjalmar vorstellte.

"Ich bin Akira. Und das sind Aidan und Kaei", stellte sie sich und die beiden Rüden vor. Auf sein Angebot der Hilfe ging sie hingegen nicht ein. Sie nahm an, dass es eine reine Höflichkeitsfloskel war, denn wie sollte er ihnen behilflich sein, wenn er doch gerade erst neu angekommen war und niemanden hier kannte? Und falls er auf die wie auch immer geartete Situation mit den Welpen anspielte, müsste er sich doch selbst denken können, dass man einen Fremden, von dem nicht einmal geklärt war, ob er nicht doch eine Gefahr darstellte, unmöglich in die Nähe der Welpen lassen könnte.

BUT IN MY DREAMS I SEE
THE ONES I LOST SO LONG AGO

18.02.2018 17:40

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Sirion


All this passed
Without a scar
×××××××××××××


Mitglied 6 Jahre Rüde 84 cm
DABEI SEIT
05.04.2013
Charakterbogen BEITRÄGE
46
BILDNACHWEIS
Kati H. - dawnthieves.de

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Sirion wanderte hinter seiner Gefährtin her. Er hatte sich ein wenig zurück fallen lassen, gar nicht mit Absicht. Einfach nur so, dadurch das er in Gedanken versunken war. Er lies sich von ihr leiten, sie würde schon wissen wo es hinging und wo genau sie sich im Matsch auslassen wollte. Unbeschwert beherrschte das Herz und die Gedanken des Rüden. Nichts konnte sein Glück und seine Lebensfreude nun zerstören, glaubte er zumindest...

"Ja, aber wenn Schnee liegt wird es keinen weißen Matsch geben indem ich mir wälzen kann um mich zu Tarnen, also sorg dafür das du anschließend auch wieder sauber wirst." kam die Antwort zurück.

Sirion holte wieder auf und lief nun wieder direkt neben seiner Jeanne. Er konnte das Fell seiner Gefährtin schon fast an seinem Körper spüren, so nah beieinander liefen die beiden Wölfe den ihnen vorgegebenen Weg entlang. Er erwiderte nichts auf die Frage Jeanne´s, nur ein breites Grinsen warf er der Fähe neben sich zu, es war Antwort genug auf ihre Frage.
Keine Gedanken trübten den Kopf des Rüden, es gab auch keine Gedanken sie ihn aufhellten. Ruhe und Zufriedenheit durchströmten einfach nur jede Faser seines Körpers, erst in Momenten wie diesen wurde ihm wahrlich bewusst wie glücklich er eigentlich war. Nicht das ihn seine Welpen störten, doch nun hatte er einmal die Zeit sich auszuruhen und nicht ständig von einem der Fellknäuel beansprucht zu werden.
Sie liefen weiter. Der Rüde hielt sich ganz und gar an seine Fähe, auch er ignorierte genauso wie sie die Matsch und Schlammlöcher die die beiden passierten.

Ein Stupser in die Seite brachte den Rüden für gewöhnlich nicht aus dem Gleichgewicht, doch dieses mal taumelte er ein paar Schritte, ehe er sich wieder fing und überrascht nach vorne schaute. Auch wenn er eigentlich mit einer Berührung gerechnet hatte, war sie doch so unerwartet auf ihn zugekommen. Nach einer Sekunde hatte er sich wieder gefasst und sprang nun Jeanne nach, die sich schon auf den Weg zu der von ihr auserkorenen Pfütze machte. Ihre Worte drangen an seine Ohren, die sich aufrichteten und den Rüden voller Vorfreude nach vorne springen ließen.
Doch bevor er die Pfütze erreichen konnte wurde Jeanne auch schon langsamer. Der Rüde verlangsamte ebenfalls seinen Schritt, legte seinen Kopf schief und sah die Fähe mit sichtlicher Verwunderung an. Er rechnete damit das sie sich umdrehte, sich auf ihn schmiss und mit triumphierendem Blick über ihm stand. Doch es kam anders.
Mit entsetzen sah Sirion zu wie seine Gefährtin vor seinen Augen zusammenbrach.

"Jenne?Ist, ist alles in Ordnung bei dir?" fragte er, erkannte jedoch sofort die Sinnlosigkeit seiner eigenen Frage. "JEANNE!!!" rief er und überwand die sie trennende Distanz Augenblicklich.

Seine Schnauze senkte sich zu der Schneeweißen Wölfin herab und stupste sie an. Fassungslos legte Sirion sein rechtes Ohr auf die Brust der Fähe, der Schrecken schien ihn fast zu lähmen, nein, das konnte nicht sein. Jeanne durfte nicht sterben, sie hatte doch noch ein so langes Leben vor sich, an seiner Seite. Ganz klar konnte er einen Herzschlag vernehmen, Erleichterung breitete sich in dem Brauen Körper aus, dann war da noch einer.

"Jeanne, bitte verlass mich nicht..." sprach er leise in ihr Fell.

Er bewegte sich nicht. Horchte nur den immer schwächer werdenden Herzschlägen Jeanne´s. Bei jedem Schlag machte sich der Rüde vor das er wieder stärker geworden war, das dass Leben in den Körper seiner Gefährtin zurück kehrte, doch dem war nicht so. Eine gefühlte Ewigkeit verging, ein Herzschlag auf den anderen folgte, bis der das Herz aufhörte zu Schlagen. Entsetzen breitete sich auf dem Gesicht des Rüden aus, seine Augen füllten sich mit Tränen. Er konnte es nicht fassen. Sirion setzte sich auf, sah in das Gesicht seiner Gefährtin, leckte ihr über die Schnauze.
"Nein...nein... bitte, tu mir das nicht an..." stammelte er.

Doch wusste Sirion genau das es bereits zu spät war. Jeanne hatte diese Welt verlassen. Er konnte es nicht glauben, er wollte es nicht glauben. Fassungslos starrte er hinab auf den bewegungslosen Körper, er hatte ihr noch so viel sagen wollen, noch so viel mit ihr erleben wollen. Doch nun war dort nur noch eine große, schwarze leere. Voller Trauer legte sich Sirion neben seine tote Gefährtin. Er weinte. Er leckte ihr über das Schneeweiße Fell. Der noch warme Körper erkaltete langsam, während der Rüde immer noch nicht begreifen wollte das sie nun nicht mehr an seiner Seite war. Er wollte etwas sagen, irgendetwas. Doch wusste er nicht wie, geschweige denn was. Er blieb einfach liegen, neben seiner geliebten Gefährtin. Und zum letzten mal mit ihr vereint.





Der Tod ist eine Lektion, niemand verliert ein Leben, außer das was er lebt, und niemand lebt ein leben außer das, was er verliert.
19.02.2018 21:46

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